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Besuch beim NATO-Hauptquartier


I. Planung

II. Durchführung

III. Reflexion

IV. Materialien zum Download


I. Planung

Kontaktadressen:

NATO Besucherservice (Verantwortliche für Deutschland) und NATO Adresse:

Dr. Antje Knorr
Information Officer, UK and Germany
NATO Public Diplomacy Division
Bv Leopold III, 1100 Brussels
Tel: +3227071311 Fax: +3227075457

Ansprechpartnerin bei der ständigen Vertretung der BRD bei der NATO:

Sander, Hildegard: pr-s1-na@brue.auswaertiges-amt.de

Wenn man mit der Planung eines Besuchs bei der NATO beginnt, empfiehlt es sich frühzeitig den Kontakt mit der Organisation aufzunehmen – einen Termin zu bekommen, stellt sich nämlich als eine echte Herausforderung raus. Wenn man einen Einblick in das mächtigste Verteidigungsbündnis der Welt erhalten möchte, muss man sich als Gruppe attraktiv präsentieren. Besonders sicherheits- sowie verteidigungspolitische Vorbildung helfen dabei eine Audienz zu ergattern. Falls der NATO-Besucherservice keine Besucher empfangen kann, ist es möglich sich an die Ständige Vertretung der BRD bei der NATO zu wenden. Durch die strengen Sicherheitsbestimmungen der NATO müssen einige Informationen über die Teilnehmer an die NATO weitergeleitet werden. Um es den Schülern zu ermöglichen Inhalte des Vortrags zu notieren und so die Ergebnisse zu sichern, wurde im Vorfeld ein Beobachtungsbogen mit diversen Fragen erstellt. Dieser erfüllte eine Strukturierungsfunktion und half den Schülern den Vortrag in verschiedene Themenbereiche zu untergliedern.

II. Durchführung

Die Anreise gestaltete sich aufgrund von ungünstigen Umständen ein wenig hektisch, was zur Folge hatte, dass wir mit einer Verspätung vor den Toren der NATO angelangten. Dort wurden wir auch schon erwartet und schnell durch die Sicherheitsschleuse gebracht. Es war für uns ein Privileg vor dem weltberühmten eisernen NATO-Kreuz zu stehen und die greifbare Sicherheitsatmosphäre aufzusaugen; allerdings relativierte sich das Bild schnell, als wir die NATO-Barracken aus der Nähe betrachteten. Das ehemalige Krankenhaus wirkte von Nahem recht banal. Das Bild änderte sich jedoch wieder beim Betreten des Gebäudes. Auf einem zwei Meter hohen Poster empfing uns ein freundlich lächelnder ISAF-Soldat (Afghanistan Einsatz der NATO), der einem gebrechlichen Afghanen Unterstützung bot. Untertitelt war dieses aussagekräftige Bild mit zwei Worten: „for freedom“. Die Eingangshalle entpuppte sich mit einer Bank, einem NATO-Laden und mehreren Geschäften als das Zentrum des Mikrokosmos NATO.
Wir wurden in einen (sicher abhörsicheren) Konferenzsaal gebracht, in dem wir auf unsere(n) Referenten warteten. Als Referent erschien der Pressesprecher der Ständigen Vertretung der BRD bei der NATO, Herr Dr. Wendel, der in einem geschliffenen und druckreifen Diplomatendeutsch die grundsätzlichen Strukturen und Aufgaben der NATO erklärte. Außerdem verschuf er uns einen Einblick in seine ehemalige Tätigkeit bei der deutschen Botschaft in Kabul. Er konnte sehr anschaulich die Begebenheiten in Afghanistan darstellen und somit eine interessante Innenansicht bieten.

III. Reflexion

In Bezug auf die Planung des NATO- Besuchs bietet es sich an, dass die mit der Organisation des Besuchs beauftragten Schüler auch die Planung der Anreise in die Hand nehmen, um so einen reibungslosen Transprot zu gewährleisten. Dabei erscheint es insbesondere sinnvoll, sich (am besten telefonisch) beim Besucherservice vor Ort über den besten Anfahrtsweg zu informieren.
Der Vortrag von Herr Dr. Wendel bezog sich auf seine Erfahrungen in Afghanistan, sowie auf die Rolle der Bundeswehr. Da wir bis zu Beginn des Vortrags keine genaue Information zum Themenschwerpunkt erhalten hatten, zielten die Fragen auf dem Beobachtungsbogen auch auf andere Themengebiete ab. Es empfiehlt sich für einen Besuch mit Schülern eine präzisere Abstimmung. Alternativ könnte man die Fragen auf dem Beobachtungsbogen „offener“ formulieren. Außerdem bietet es sich an, durch Fragen an den Referenten, einen stärkeren Praxisbezug zum Alltag eines Diplomaten zu schaffen. Besonders erfreulich ist es, wenn ein Besuch bei der NATO als praxisnahe Ergänzung zur zuvor im Unterricht behandelten Theorie dienen kann. Unbedingt empfehlenswert ist das Mittagessen in der Kantine der NATO. Hier können die Schüler zwischen hochrangigen Militärs aus diversen NATO- Mitgliedsstaaten zu Mittag essen und dabei etwas von der Atmosphäre des mächtigsten Verteidigungsbündnisses der Welt aufsaugen. Es könnte sich für die Schüler sogar die Chance ergeben, mit den NATO-Bediensteten ins Gespräch zu kommen. Am Ende des Besuchs empfiehlt es sich eine Reflexion anzuschließen, in der die Standpunkte der Referenten und Interviewpartner aufgearbeitet werden und in Bezug auf ihre Rollen analysiert werden. Als Beispiel hierfür können die vagen Aussagen eines Diplomaten dienen, der nicht genau auf die Fragen der Interviewpartner eingeht. Des Weiteren sollte die Reflexion auch dazu beitragen, dass die Schüler neu erlernte Inhalte mit bereits vorhandenem Wissen vernetzen können.

IV. Materialien zum Download: Beobachtungsauftrag NATO

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