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Projekt - Wien 2

Das Wiener Burgtheater

Inhalt:

1. Informationen zur Anfahrt, Kontaktadressen etc.

2. Didaktische Aufbereitung

3. Literatur

4. Materialien zum Download


1. Informationen zur Anfahrt, Kontaktadressen etc.

Anfahrt:

Die Anfahrt via U-Bahn zum Burgtheater erfolgt mit der U3 bis zur Station „Volkstheater“. Dort wechselt man dann in die Ringstraßenbahn 1 oder 2 und fährt bis zur Haltestelle „Burgtheater“.

Kontaktadresse: 

Burgtheater
Dr. Karl-Lueger-Ring 
21010 Wien
Information: +43 (1) 51444-4140
Kasse: +43 (1) 51444-4440
http://www.burgtheater.at/

Informationen zum Vorverkauf Burgtheater/ Akademietheater:

Der Kartenvorverkauf beginnt jeweils am 20. des Vormonats für den gesamten Monat und die ersten fünf Tage des Folgemonats. Ein Kontingent ermäßigter Karten für Schüler, Studenten Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener sowie Arbeitslose wird auch im Vorverkauf angeboten.

Der Kartenvorverkauf erfolgt an den Vorverkaufsstellen, für Inhaber von Kreditkarten telefonisch. Theaterkarten können bis spätestens 10 Tage vor dem Vorstellungstag auch schriftlich vorbestellt werden.

Adresse: A 1010 Wien im Hanuschhof / 1. Stock (Hanuschgasse 3, Goethegasse 1); 
Ansprechpartner: Frau Leckel, Herr Pollaschak, Frau Schedlbauer
Fax: + 43(1)51444-4147
Bestellung per E-mail: http://www.burgtheater.at/Content.Node2/home/karten_abos/kartenverkauf/kv_vorverkauf_burg1.at.php

Führungen:

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, das Angebot des Burgtheater zu nutzen und an einer professionellen Führung durch das Burgtheater teilzunehmen. Diese Führungen finden täglich um 15h statt; sie beginnen beim Haupteingang, in der Kassenhalle, und dauern ca. 50 Minuten. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene Euro 5,50 / Senioren Euro 4,50 / Studenten Euro 2,- / Kinder Euro 2,-.

Anmeldung für Gruppen: 
Servicecenter Information
Hannes Obermann, Bernd Tschemernjak
Hanuschgasse 3 (1. Stock)
Tel. +43 1 51444-4140
Fax +43 1 51444-4143
info@burgtheater.at
 

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2. Didaktische Aufbereitung

Soll das Thema „Burgtheater“ wie auf unserer Studienfahrt mit den Schülern erarbeitet werden, schlagen wir folgende Herangehensweise vor:

  • Vorarbeit im Unterricht: Die Traditionen höfischer Theaterkultur in Wien während der Barockzeit; Kennzeichen der Baustile Barock/ Klassizismus
  • Schüleraktivierende Aufgaben: 
    • vor Ort oder auch in der Innenstadt: Interviews mit Einheimischen (z.B. persönliche Eindrücke vom Burgtheater/ Anekdoten zu Schauspielern des Burgtheaters)
    • vor Ort: Beobachtungsaufträge zur Architektur/ Gestaltung der Fassade
    • Aufbereitung des Themas in Form eines Referats bzw. mehrerer Referate zu Teilaspekten des Themas: altes Burgtheater am Michaelerplatz/ neues Burgtheater am Ring (oder : die Anfänge des Burgtheaters bis 1918/ 1918 bis heute); Biographie eines Schauspielers (z.B. Raoul Aslan)
    • als Alternative oder Ergänzung zu den Referaten: Tandembogen über die Geschichte des Burgtheaters

Eventuell zu leistende Vorarbeiten im Unterricht:

Zwar ist es nicht unbedingt notwendig, dieses Thema im Unterricht vorzubereiten, doch wäre es durchaus hilfreich, wenn die Schüler bereits über einige Vorkenntnisse verfügten. Das Wiener Burgtheater stellt eine sehr traditionsreiche Institution dar, und die Geschichte des Burgtheaters ist somit im Wesentlichen ein Stück Wiener Kulturgeschichte. Insofern wäre es sinnvoll, im Unterricht bereits einen Auszug aus dieser Kulturgeschichte zu behandeln, z.B. die Zeit des Barocktheaters als bedeutendste Epoche der Wiener Theatergeschichte. Auf diese Weise könnten die Schüler die Weiterentwicklung der Wiener Theaterkultur anhand der Geschichte des Burgtheaters nachvollziehen. Hilfreich wäre es außerdem, wenn die Schüler schon Grundkenntnisse über die Kennzeichen der Baustile Barock und Klassizismus aus dem Unterricht mitbrächten, so dass es ihnen möglich wäre, im Rahmen der Beobachtungsaufträge auch Fragen zum Baustil des Burgtheaters zu beantworten.

Möglichkeiten der Schüleraktivierung (vor Ort):

  • Referat(e) zur Geschichte des Burgtheaters (weitere Informationen unter "Materialien zum Download")
  • Alternative oder Ergänzung: Tandembogen über die Geschichte des Theaters: Über die Geschichte des Burgtheaters ab 1918 können sich die Schüler auch gegenseitig anhand eines Tandembogensinformieren, der vom Lehrer ausgegeben wird. Diese Arbeitsform kann zwischen vortragenden Referaten eine willkommene Abwechslung darstellen. Im Wechsel von Frage und Antwort sind die Schüler hier selbst aktiv und die Konzentration auf das Thema fällt leichter als beim bloßen Zuhören. Ein Vorteil dieser Partnerarbeit ist es auch, dass sie keine besonderen lokalen Gegebenheiten erfordert, wie bei einem Gruppenplenum. Um die Informationen zu vertiefen gibt es auf dem Arbeitsblatt zwei Fragen:
    • Prüfen Sie anhand der gegebenen Informationen, inwieweit die Geschichte des Burgtheaters seine Rolle als Staatstheater widerspiegelt. Hier wäre die Verwaltung durch die Republik zu nennen, die Veränderungen nach der Machtübernahme der Nazis, sowie die Funktionen der nationalen Selbstvergewisserung jeweils nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, weiterhin die Ausrichtung des Spielplans an den politischen Grundlinien des Staates.
    • Zeigen Sie wodurch die Beliebtheit des Burgtheaters zum Ausdruck kommt. Bemerkenswert scheint hier, dass fast den ganzen Krieg hindurch und direkt nach dem Krieg Aufführungen stattfanden. Auch der aufwendige, verbesserte Wiederaufbau ist zu nennen.
  • Referat über eine Persönlichkeit aus der Theatergeschichte: Spannender als Ereignisketten lassen sich Biographien erzählen. Ein Schüler oder der Lehrer könnte zur Veranschaulichung der Burgtheatergeschichte die Biografie einer berühmten Persönlichkeit vorstellen. Die Schüler haben dann schon einen ereignisgeschichtlichen Hintergrund, ihr neu erworbenes Wissen wird gefestigt, wenn es nun in einem Vortrag wieder auftaucht. Wenn man eine geeignete Person heraussucht, können außerdem auch Einblicke in die innere Struktur des Theaters gewonnen werden. Als Beispiel haben wir den Schauspieler, Regisseur und Intendant Raoul Aslan vorgestellt.
  • Interviews und Beobachtungsaufträge: An dieser Stelle möchten wir auf zwei Möglichkeiten hinweisen, wie die Schüler in die Gestaltung dieses Programmpunkts miteinbezogen werden können. Als erste Heranführung an das Thema „Burgtheater“ wäre es z.B. möglich, die Schüler Interviews mit Einheimischen führen zu lassen, um auf diese Weise in Erfahrung zu bringen, welchen Stellenwert diese traditionsreiche Institution heutzutage im Bewusstsein der Wiener hat. Eventuell könnten die Schüler auch versuchen, durch diese Gespräche einige Anekdoten über Schauspieler, Intendanten oder bestimmte Aufführungen am Burgtheater zu sammeln, die später den anderen Schülern weitererzählt werden können, um auf diese Weise das Thema etwas lebendiger zu gestalten. Die Interviews könnten bereits im Vorfeld in der Innenstadt geführt werden, falls dies mit den restlichen Programmpunkten zu vereinbaren wäre.

Wir selbst haben vor allem aus zeitlichen Gründen keine solche Umfrage durchgeführt und können deshalb auch keine Auskunft darüber geben, ob eine solche Befragung von Einheimischen ergiebig ist oder nicht. Um unnötige Probleme zu vermeiden wäre es vielleicht angebracht, vor der Durchführung einer solchen Umfrage die Schüler auf bestimmte Dinge aufmerksam zu machen (höflicher Umgang mit Befragten, die Umfrage möglichst in unterschiedlichen Bezirken durchführen, damit nicht mehrmals dieselben Personen befragt werden etc.)

Vor Ort würde es sich dann anbieten, die Schüler vor dem Referat erst einmal mit einem Beobachtungsauftrag zum Gebäude (Fassade) loszuschicken. Je nachdem, wie der Kenntnisstand der Klasse ist, kann dieser Beobachtungsauftrag sehr allgemein formuliert sein (z.B. Beschreibung der Architektur des Gebäudes sowie einzelner Elemente/ Figuren der Fassade etc.) oder bereits spezifische Fragen (z.B. nach dem Baustil) enthalten. Eine allgemeine Beschreibung des Gebäudes und seiner Wirkung auf den Betrachter wäre jedoch in jedem Fall sinnvoll, um die Schüler für die Bedeutung des äußeren Erscheinungsbildes einer solchen Institution zu sensibilisieren.

Eventuell wäre es auch möglich, die Schüler schon vor dem Referat darüber zu informieren, dass sich das alte Burgtheater ursprünglich an einem anderen Ort (Michaelerplatz; alte Hofburg) befand. So könnten die Schüler mit Hilfe von Fotos des alten Theaters bereits an dieser Stelle einen Vergleich zwischen Standort und Architektur der beiden Gebäude anstellen und selbst überlegen, worin die Unterschiede zwischen den beiden Gebäuden liegen und warum der Umzug in das Theater am Ring stattfand.

An welcher Stelle diese Beobachtungen nun in das Referat eingebaut werden sollen, bleibt der Entscheidung des Lehrers oder auch den Referenten überlassen. Sinnvoll wäre es allerdings, mit den im Rahmen der Interviews gesammelten Eindrücken und Anekdoten einzusteigen und die eigenen Eindrücke danach oder zu einem späteren Zeitpunkt in den Vortrag einzuflechten.

Um die Informationen zu vertiefen gibt es auf dem Arbeitsblatt zwei Fragen:

  • Prüfen Sie anhand der gegebenen Informationen, inwieweit die Geschichte des Burgtheaters seine Rolle als Staatstheater widerspiegelt. Hier wäre die Verwaltung durch die Republik zu nennen, die Veränderungen nach der Machtübernahme der Nazis, sowie die Funktionen der nationalen Selbstvergewisserung jeweils nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, weiterhin die Ausrichtung des Spielplans an den politischen Grundlinien des Staates.
  • Zeigen Sie wodurch die Beliebtheit des Burgtheaters zum Ausdruck kommt. Bemerkenswert scheint hier, dass fast den ganzen Krieg hindurch und direkt nach dem Krieg Aufführungen stattfanden. Auch der aufwendige, verbesserte Wiederaufbau ist zu nennen.

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3. Literatur

  • Bachler/ Dermutz (Hg.), Das Burgtheater 1955- 2005, Wien 2005.
  • Dembski/ Greisenegger-Georgila u.a. (Hg.), Aus Burg und Oper, Wien 2005.
  • Keil -Budischowsky, Die Theater Wiens, Wien/ Hamburg 1983. (Dort sind auch einige Fotos sowohl des alten als auch des neuen Burgtheaters zu finden.)
  • http://www.alt-hietzinger.at/archiv/personen/raoulaslan.shtml (05.66.2007)

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4. Materialien zum Download

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