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Allgemeine Überlegungen zum Gelingen der Studienfahrt / Abschlussreflexion

 

  • Was machte unsere Studienfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis?
  • Welche externen und welche internen Faktoren trugen dazu bei?
  • Was würden wir anders machen?

 

1. Was machte unsere Studienfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis?

 

Das Programm und die Gruppe

Während zu Beginn der Studienfahrt dezent die Äußerung fiel, das Programm sei durchaus noch erweiterbar, könnte man nun die Behauptung wagen, dass gerade die Fokussierung auf wesentliche Aspekte zielführend war: so hatten wir genügend Zeit, an jeden einzelnen Programmpunkt eine ausgedehnte Reflektionsrunde anzuschließen. O-Ton: „Und was lernen wir daraus?“ Diese Nachbesprechungen trugen auch dazu bei, dass unsere Reise so harmonisch verlief. Denn wenn man durch diverse Zimmerwechsel Verspätung hatte („Und jetzt ist da auch noch frisch gestrichen“), wenn der Weg nicht auf Anhieb gefunden wurde, wenn versehentlich Messer in EU-Parlament, NATO und EU-Kommission mitgebracht wurden („Um Gottes Willen“), dann schweißten uns gerade die nachträglichen Reflexionsrunden wieder zusammen. Es wäre auch ein unwiederbringlicher Verlust gewesen, Politiker-Zitate wie „Für euch bin ich bereit, alles zu tun, auch tabledance“ oder die „Mündigkeit des Bürgers als Massenpsychose“ dem Vergessen anheim fallen zu lassen.
Da als Schlagwörter für eine Exkursion in den Reflektionsrunden immer wieder die Begriffe Vorbereitung und Redundanz auftauchten, sollen sie im Folgenden als Raster für eine allgemeine Auswertung dienen.

 

A) Vorbereitung
Die SuS müssen unbedingt in die Vorbereitung, Planung und Durchführung einer Exkursion einbezogen werden. Im Folgenden wird nicht näher auf die dadurch zu vermittelnden Kompetenzen eingegangen, im Mittelpunkt stehen pragmatische Überlegungen, die wir aus der Praxis gezogen haben.

  • Je enger die SuS in die Vorbereitung einbezogen werden, desto mehr wird die Exkursion als Gemeinschaftsprojekt wahrgenommen. Dies ist in schwierigen Situationen von besonderem Vorteil, da sich die Verantwortung auf die gesamte Gruppe erstreckt.
  • Je gewissenhafter die Vorbereitung ausfällt, desto weniger Probleme sind vor Ort zu erwarten.
  • Jeder einzelne Programmpunkt sollte akkurat vorbereitet sein. D.h., dass ggf. Fragen formuliert, Beobachtungsaufträge erstellt und Impulsreferate gehalten werden.
  • Nie sollte man sich allein auf die angekündigten Rahmenbedingungen verlassen (z.B. Audio-Guides, die es dann doch nicht gibt).

B) Redundanz
Die SuS sollen sich die Verantwortung teilen und sich zugleich darin doppeln. Damit ist gemeint, dass mindestens zwei SuS für einen Programmpunkt zuständig sind.

 

  • Je mehr SuS die Verantwortung für die Ausgestaltung eines Programmpunktes zuständig sind, desto milder sind die Konsequenzen im Falle des Misslingens.
  • Bei zu vielen Zuständigen kann es zur Verantwortungsdiffusion kommen.
  • Je besser sich die verschiedenen Planungsgruppen untereinander absprechen, desto stimmiger wird die Exkursion verlaufen.
  • Je mehr die Gruppen miteinander kooperieren, desto besser wird das Gruppenklima.

2. Welche externen und welche internen Faktoren trugen dazu bei?

 

Das Programm und die Gruppe

 

Unser Programm war äußerst abwechslungsreich. Des Weiteren war die Ausgestaltung der einzelnen Programmpunkte derart unterschiedlich, dass anschließend stets viel Diskussionsbedarf bestand. Die Programmpunkte sukzessive in einen inneren Zusammenhang zu stellen, war eine inhaltliche Bereicherung und insbesondere aus dem Aspekt der methodisch-didaktischen Überlegungen heraus hochinteressant.

 

Ohne die Gruppe hätte die Exkursion zwar genauso verlaufen können, doch vielleicht wären mehr Spannungen aufgetreten: JedeR war daran interessiert, sich auf seine/ihre Mitreisenden einzulassen. Somit stellte die Kombination aus Programm, Gruppe und nicht zuletzt Fachleiter die Rahmenbedingungen für ein gutes Gelingen dar.

 

3. Was würden wir anders machen?

 

Es gibt keine Dinge, die wesentlicher konzeptioneller Veränderungen bedürfen. Wir haben Anregungen bekommen, wie wir Beobachtungsbögen gestalten lassen oder Fragen vorformulieren können. Die NATO-Gruppe hatte beispielsweise – wie andere Gruppen auch – einen Beobachtungsauftrag ins Tagebuch gestellt und war inhaltlich bestens vorbereitet. Nur sind die Referenten eben manchmal unkalkulierbar, so dass hier nicht alle Punkte angesprochen werden konnten. Dies heißt aber nicht, dass in Zukunft etwas anders gemacht werden sollten, denn schließlich ist ein Projekt ein Vorhaben, das gekennzeichnet ist durch

 

die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit. [1]

 

Alles Weitere, d.h. all jene kleinen Punkte, die in Teilen optimierungsfähig sind, ist unter den jeweiligen Programmpunkten in den methodisch-didaktischen Reflexionen nachzulesen.

Wir hoffen, dass wir einige Anregungen geben konnten und wünschen euch viel Spaß bei allen weiteren Exkursionen und ein gutes Gelingen.


 

Euer Fachkurs Gemeinschaftskunde.

 

 


 


Leitfaden PM, S. 3.

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